# Regelenergie mit Batteriespeicher: so entstehen Zusatzerlöse

Regelenergie ist die Leistung, die Swissgrid in drei Stufen abruft, um das Schweizer Stromnetz im Gleichgewicht zu halten: Primärregelleistung in 30 Sekunden, Sekundärregelleistung in 5 Minuten, Tertiärregelleistung ab 15 Minuten. Batteriespeicher liefern diese Leistung und werden für Vorhaltung und Abruf vergütet. 2025 kostete Swissgrid die Vorhaltung von Sekundärregelleistung im Mittel rund CHF 70'000 pro MW (ElCom). Betriebe erschliessen diesen Markt über ein Pooling, weil das Mindestgebot bei 1 bis 5 MW liegt.

Was Swissgrid für Regelleistung zahlt, warum PV-Erlöse sinken und wie Batteriespeicher per Pooling Zusatzerlöse erzielen. Mit Kennzahlen aus 29 Standortstudien.

Kanonische Seite: https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/regelenergie-batteriespeicher/
Veröffentlicht: 2026-07-22

**Das Wichtigste in Kürze**

- **PV-Erlöse sinken mittags:** Am 1. Mai 2026 fiel der Spotpreis in der Schweiz auf -38 Rp./kWh; im April und Mai 2026 gab es 150 Stunden mit negativen Preisen (EPEX).
- **Swissgrid zahlt für Flexibilität:** Die Vorhaltung von Sekundärregelleistung kostete 2025 im Mittel rund CHF 70'000 pro MW und Jahr, der Abruf 334 EUR/MWh positiv und 208 EUR/MWh negativ (ElCom).
- **Rendite aus 29 Standortstudien:** Mittlerer IRR 15.8%, mittlerer Payback 6.3 Jahre bei Speichern von 90 bis 783 kWh (Auswertung von 29 Standortstudien von Ampere Dynamic, Stand 2026).
- **Pooling öffnet den Markt:** Mindestgebote von 1 MW (PRL, ab Mitte 2026 TRL) und 5 MW (SRL) erreicht kein einzelner Gewerbespeicher. Ein Pool bündelt Anlagen und übernimmt Anmeldung und Ausschreibung.

Regelenergie ist die Leistung, die Swissgrid kurzfristig abruft, damit Erzeugung und Verbrauch im Schweizer Stromnetz jederzeit übereinstimmen. Ein Batteriespeicher stellt diese Leistung bereit und wird dafür zweifach vergütet: für die Vorhaltung und für jeden Abruf. Für Betriebe mit PV-Anlage entsteht so eine Einnahmequelle, die nicht vom Mittagspreis an der Strombörse abhängt.

## Warum sinkt die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen?

Weil immer mehr Solarstrom zur selben Stunde ins Netz fliesst. Ende 2025 waren in der Schweiz 9.5 GW Photovoltaik installiert, nach 8.2 GW im Jahr 2024 (BFE Statistik Sonnenenergie). Das Basisszenario von Swissolar rechnet mit rund 11 GW für 2026 und 17 bis 18 GW für 2030; die 32 GW für 2035 aus dem Swissolar-Solarmonitor sind ein Ausbauziel, kein Ist-Wert.

Die installierte Erzeugungskapazität der Schweiz liegt damit bei rund 29.7 GW über alle Kraftwerkstypen (Energypartner, WASTA per 1. Januar 2026). Die höchste Netzlast betrug 10'424 MW im Januar 2025 (BFE). Photovoltaik ist bereits die grösste Einzelposition. Das Problem ist nicht die Menge, sondern der Zeitpunkt: Die Leistung fällt an klaren Tagen über Mittag an, wenn sie am wenigsten wert ist.

Der Spotmarkt zeigt die Folge. Am 1. Mai 2026 lag der Day-Ahead-Preis in Deutschland am Nachmittag bei -50 Rp./kWh, dem damaligen Preisboden, in der Schweiz bei -38 Rp./kWh (EPEX Spot, Mai 2026). Im April und Mai 2026 zählte die Schweiz 150 Stunden mit negativen Preisen an 28 Tagen. Ende Mai 2026 senkte EPEX den Preisboden von -500 auf -600 EUR/MWh.

Für Betreiber heisst das: Die Rückspeisung orientiert sich künftig am Marktpreis. Wer ab 2027 zum stündlichen Spotpreis vergütet wird, erhält für Mittagsstrom wenig oder zahlt im Extremfall drauf. Wie sich die Vergütung mit dem [Referenzmarktpreis](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/referenzmarktpreis/) und dynamischen Tarifen verändert, erklärt der Artikel [Strommarkt 2026: dynamische Tarife](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/strommarkt-2026-dynamische-tarife/). Die Antwort auf die sinkende Wirtschaftlichkeit ist ein Speicher, der den Mittagsstrom verschiebt und zusätzlich dem Netz Flexibilität verkauft.

## Wie hält Swissgrid das Stromnetz im Gleichgewicht?

Mit drei Stufen von Regelleistung, die nacheinander eingreifen. Fällt ein Kraftwerk aus, sinkt die Netzfrequenz unter 50 Hz. Die [Primärregelleistung](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/primaerregelleistung/) (PRL) stabilisiert die Frequenz automatisch und ist innerhalb von 30 Sekunden voll aktiv. Die [Sekundärregelleistung](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/sekundaerregelleistung/) (SRL) löst sie ab und gleicht das Ungleichgewicht innerhalb von 5 Minuten aus. Hält die Abweichung länger als 15 Minuten an, ruft Swissgrid manuell [Tertiärregelleistung](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/tertiaerregelleistung/) (TRL) ab (Swissgrid Balancing Roadmap).

Die Mengen sind überschaubar. 2025 hielt Swissgrid im Jahresmittel rund 70 MW PRL, rund 360 MW SRL und rund 500 MW TRL in positiver Richtung vor (ElCom, Regelleistung und Regelenergie 2025). Ab 2026 steigt die PRL auf 80 MW. Die Mindestgebote sind nach Produkt abgestuft: 1 MW für PRL, ab Mitte 2026 auch für TRL, 5 MW für SRL bis Mitte 2027. Diese drei Produkte bilden zusammen mit weiteren Netzdiensten die [Systemdienstleistungen](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/systemdienstleistungen/) (SDL) von Swissgrid.

Batteriespeicher sind in allen drei Stufen einsetzbar. Sie ändern ihre Leistung ohne Anfahrzeit in beide Richtungen: entladen bei Unterfrequenz, laden bei Überschuss.

Warum braucht das Netz überhaupt so viel [Regelenergie](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/regelenergie/)? Weil Elektrizitätswerke ihren Strom im Voraus kaufen. Jedes Werk gehört zu einer [Bilanzgruppe](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/bilanzgruppe/), die ihren Bedarf in Stundenblöcken prognostiziert und als Fahrplan bei Swissgrid anmeldet. Der reale Verbrauch schwankt um diesen Fahrplan. Mit jeder neuen PV-Anlage wird die Prognose schwieriger: An einem bewölkten Tag bricht die Einspeisung innerhalb von Minuten ein und springt wieder hoch, und ein Prosumer wechselt mehrfach am Tag zwischen Netzbezug und Einspeisung.

Die Differenz zwischen Prognose und Ist-Wert heisst [Ausgleichsenergie](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/ausgleichsenergie/). Swissgrid stellt sie mit Regelenergie bereit und verrechnet sie der Bilanzgruppe. Je mehr Prognosefehler die erneuerbare Erzeugung verursacht, desto mehr Regelenergie wird abgerufen und desto wertvoller wird eine Batterie, die in Sekunden reagiert.

## Was zahlt der Regelenergiemarkt für Batteriespeicher?

Zwei Vergütungen: eine für die Vorhaltung der Leistung in CHF pro MW und Jahr, eine für den Abruf der Energie in EUR pro MWh. Die Vorhaltung von Sekundärregelleistung kostete Swissgrid 2025 insgesamt CHF 50.4 Mio. für rund 718 MW, also im Mittel rund CHF 70'000 pro MW und Jahr innerhalb einer Bandbreite von CHF 50'000 bis 100'000 (ElCom). 2024 waren es rund CHF 85'000, in der Spitze 2023 rund CHF 527'000 pro MW.

- **70'000 CHF/MW** — Mittlere Vorhaltungskosten Sekundärregelleistung pro Jahr 2025, Bandbreite CHF 50'000 bis 100'000 (Quelle: ElCom, Regelleistung und Regelenergie 2025)
- **334 / 208 EUR/MWh** — Mittlerer Abrufpreis Sekundärregelenergie 2025, positiv / negativ (Quelle: ElCom, Regelleistung und Regelenergie 2025)
- **1'160 GWh** — Aktivierte Regelenergie 2025, nach rund 700 GWh im Jahr 2020 (Quelle: ElCom, Regelleistung und Regelenergie 2025)

Für einen Speicher zählt beides. Die Vorhaltung wird vergütet, ob Swissgrid abruft oder nicht; jeder Abruf kommt dazu. Ein Speicher, der positive und negative Leistung anbietet, verdient in beide Richtungen.

Die Spitze 2022 und 2023 hatte zwei Ursachen: die europäische Energiekrise und eine äusserst hohe Marktkonzentration mit wenigen Vermarktern (Swissgrid Balancing Roadmap; ElCom-Studie NEON/Takon/ZEW vom 27. November 2025). Seither sind die Vorhaltungspreise gesunken. Die Abrufpreise stiegen 2024 dagegen, getrieben durch Prognosefehler der PV-Einspeisung in den Bilanzgruppen. Seit dem 3. März 2025 gilt für Sekundärregelenergie eine Preisobergrenze von 1'000 EUR/MWh, verlängert bis Ende 2026; zuvor lag sie bei 15'000 EUR/MWh (ElCom).

Das Volumen wächst. Die gesamte aktivierte Regelenergie stieg von rund 700 GWh im Jahr 2020 auf rund 1'160 GWh im Jahr 2025, vor allem bei der Tertiärregelenergie (ElCom, Abb. 28). Auf der Angebotsseite treten mehr Anbieter aus der Schweiz und dem Ausland an, was die Preiskurve nach rechts verschiebt. Ampere Dynamic rechnet deshalb mittelfristig mit ungefähr gleich bleibenden Erträgen: mehr Nachfrage, mehr Angebot, stabile Preise.

## Was zeigt eine Batteriespeicher-Standortstudie?

Eine Standortstudie beantwortet, welcher Speicher an Ihrem Standort welche Rendite bringt. Eingangsdaten sind der [Lastgang](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/lastgang/) im 15-Minuten-Raster, die PV-Produktion und die Kapazität des Hausanschlusses. Das Modell prüft drei Hebel: [Eigenverbrauchsoptimierung](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/eigenverbrauch/) (EVO), [Peak Shaving](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/peak-shaving/) gegen den [Leistungspreis](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/leistungspreis/) und Systemdienstleistungen (SDL).

Das Ergebnis ist keine Schätzung, sondern eine Rechnung auf Ihren Daten: Kapazität in kWh, Leistung in kW, Investition, IRR und Payback je Use-Case-Kombination.

Die Auswertung von 29 Standortstudien von Ampere Dynamic, Stand 2026, ergibt einen mittleren IRR von 15.8% und einen mittleren Payback von 6.3 Jahren. Die Speicher liegen zwischen 90 und 783 kWh, die Investition zwischen CHF 47'000 und 227'000. Entscheidend ist die Kombination der Hebel. In der Tabelle nennt die Reihenfolge den primären Use Case zuerst: «SDL + EVO» heisst, der Speicher wird hauptsächlich für Systemdienstleistungen dimensioniert und optimiert nebenbei den Eigenverbrauch.

**IRR und Payback nach Use-Case-Kombination**

| Kennzahl | Peak Shaving + EVO | SDL + EVO | EVO + SDL |
| --- | --- | --- | --- |
| Hauptanwendung | Leistungsspitzen kappen | Regelenergie liefern | Eigenverbrauch erhöhen |
| Mittlerer IRR | 17.7% | 17.3% | 14.5% |
| Mittlerer Payback | 5.9 Jahre | 5.5 Jahre | 6.6 Jahre |

- Auswertung von 29 Standortstudien von Ampere Dynamic, Stand 2026. Reihenfolge nennt den primären Use Case zuerst.

Peak Shaving oder Systemdienstleistungen als Hauptanwendung schlagen die reine Eigenverbrauchsoptimierung um rund drei Prozentpunkte IRR. Der Grund: Eigenverbrauch verschiebt Mittagsstrom in die Morgenspitze und spart den Bezugspreis, während Peak Shaving den Leistungspreis für den ganzen Monat senkt und SDL eine Vergütung erzeugt, die unabhängig vom eigenen Verbrauch fliesst. Das [Energiemanagementsystem](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/energiemanagementsystem/) koordiniert die Hebel so, dass die Batterie zur Regelenergie-Vorhaltung geladen bleibt und trotzdem die Lastspitze abfängt.

In der Praxis zeigt das der Grossspeicher der [Post Immobilien AG in Untervaz](https://www.ampere-dynamic.ch/de/references/post-immobilien-untervaz/): 2 MWh Kapazität und 1'000 kW Leistung, ausgelegt auf Netzstützung, kombiniert mit einer 264 kWp PV-Fassade. Wie Peak Shaving allein rechnet, zeigt [Peak Shaving für Gewerbe](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/peak-shaving-gewerbe/); wann ein Speicher den [Netzausbau ersetzt](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/batteriespeicher-vs-netzausbau/), behandelt der Vergleichsartikel. Den Überblick über alle Erlösquellen gibt der [Gewerbespeicher-Guide](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/gewerbespeicher-schweiz/).

## So funktioniert das Pooling mit Ampere Dynamic

Kein Gewerbespeicher erreicht allein das Mindestgebot von 5 MW für Sekundärregelleistung. Ein [Pooling](https://www.ampere-dynamic.ch/de/wissen/glossar/pooling/) bündelt deshalb viele Anlagen zu einer virtuellen Einheit. Ampere Dynamic registriert Ihre Anlage, nimmt an den Ausschreibungen von Swissgrid teil und betreut den Betrieb. Weil wir Ihre Anlage und Ihren Standortbedarf aus der Planung kennen, vermarkten wir sie abgestimmt auf Ihren Lastgang.

**Von der Anfrage zu Zusatzerlösen**

1. **Kontakt aufnehmen** — Sie melden sich mit Standort, PV-Leistung und, falls vorhanden, Speichergrösse. Wir klären in einem ersten Gespräch, welcher Regelenergiemarkt für Ihre Anlage in Frage kommt.
2. **Poolingvertrag oder Speicheranalyse** — Besitzen Sie eine PV-Anlage, unterschreiben Sie den Poolingvertrag für den Markt der Tertiärregelleistung. Planen Sie einen Speicher, geben Sie eine Speicheranalyse in Auftrag, die das System auf Ihren Standort dimensioniert.
3. **Modem einbauen oder Speicher bauen** — Für die PV-Anlage installieren wir ein Modem in Ihrer Stromverteilung, das die Anlage an den Pool anbindet. Für den Speicher entwickeln wir ein System, das auf Ihren Lastgang zugeschnitten ist, und bauen es schlüsselfertig.
4. **Anmeldung bei Swissgrid** — Wir melden Ihre PV-Anlage oder Ihren Batteriespeicher im Pool an und übernehmen die Ausschreibungen. Sie haben mit dem Marktzugang keinen administrativen Aufwand.
5. **Zusatzerlöse erhalten** — Der Pool vermarktet die Vorhaltung und die Abrufe. Sie erhalten Ihren Anteil an den Erlösen und ein Reporting, das Vorhaltung, Abrufe und Vergütung ausweist.

Für die beiden Wege rechnet Ampere Dynamic mit unterschiedlichen Potenzialen. Eine PV-Anlage im Pool für Tertiärregelleistung erzielt bis zu CHF 15'000 pro MW und Jahr, ein Batteriespeicher am Markt für Sekundärregelleistung bis zu CHF 150'000 pro MW und Jahr (Modellrechnung Ampere Dynamic, Stand 2026, ohne Gewähr). Der externe Anker dazu: Die SRL-Vorhaltung kostete Swissgrid 2025 im Mittel rund CHF 70'000 pro MW (ElCom). Den oberen Wert erreicht ein Speicher nur, wenn Vorhaltung und Abruf in mehreren Produkten kombiniert werden.

Was der Pool nicht ändert: Die Anlage bleibt Ihr Eigentum, Peak Shaving und Eigenverbrauch laufen weiter. Das Energiemanagementsystem hält die zugesagte Leistung für die Vorhaltung frei und nutzt den Rest des Speichers für Ihren Standort.

Der Gesamterlös aus Systemdienstleistungen liegt in derselben Modellrechnung für 2025 bei bis zu CHF 100'000 bis 150'000 pro MW und Jahr (Modellrechnung Ampere Dynamic, Stand 2026, ohne Gewähr). Einen publizierten Schweizer Benchmark dafür gibt es nicht. Deshalb rechnen wir jeden Standort einzeln und weisen die Annahmen aus. Was die Vermarktung über den Regelenergiemarkt hinaus umfasst, von ZEV bis PPA, beschreibt unsere Lösung [Energievermarktung](https://www.ampere-dynamic.ch/de/solutions/energievermarktung/); die technische Seite des Speichers deckt die Lösung [Batteriespeicher](https://www.ampere-dynamic.ch/de/solutions/batteriespeicher/) ab.

Die Quellen für die Marktzahlen: [ElCom, Regelleistung und Regelenergie 2025](https://www.elcom.admin.ch/dam/de/sd-web/EVR8p5NjOTvA/Regelleistung%20und%20Regelenergie%202025.pdf), [Swissgrid Balancing Roadmap](https://www.swissgrid.ch/dam/jcr:60f5c050-5250-401b-9777-7253163eda20/balancing-roadmap-de.pdf) und [BFE Schweizerische Elektrizitätsstatistik](https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/12681).

## Häufige Fragen

**Was ist Regelenergie und wer bezahlt sie?**

Regelenergie ist die Leistung, die Swissgrid kurzfristig abruft, um Abweichungen zwischen Stromerzeugung und Verbrauch auszugleichen. Sie wird in drei Stufen bereitgestellt: Primärregelleistung innerhalb von 30 Sekunden, Sekundärregelleistung innerhalb von 5 Minuten und Tertiärregelleistung bei Ungleichgewichten über 15 Minuten. Anbieter erhalten eine Vergütung für die Vorhaltung und für die abgerufene Energie. Die Kosten trägt Swissgrid über den Tarif für Systemdienstleistungen, den alle Endverbraucher bezahlen.

**Wie viel verdient ein Batteriespeicher am Regelenergiemarkt?**

Ein verlässlicher externer Anker ist die Vorhaltung von Sekundärregelleistung: Sie kostete Swissgrid 2025 im Mittel rund CHF 70'000 pro MW und Jahr, innerhalb einer Bandbreite von CHF 50'000 bis 100'000 (ElCom). Für den Abruf zahlte Swissgrid 2025 im Mittel 334 EUR/MWh positive und 208 EUR/MWh negative Sekundärregelenergie. Ampere Dynamic rechnet bei kombinierter Vermarktung mit bis zu CHF 150'000 pro MW und Jahr (Modellrechnung Ampere Dynamic, Stand 2026, ohne Gewähr).

**Kann eine PV-Anlage ohne Batteriespeicher Regelenergie liefern?**

Ja, im Markt für Tertiärregelleistung. Die PV-Anlage wird über ein Modem in der Stromverteilung an einen Pool angebunden und drosselt auf Abruf ihre Einspeisung. Ampere Dynamic rechnet für PV-Anlagen im Tertiärregelleistungs-Pool mit bis zu CHF 15'000 pro MW und Jahr (Modellrechnung Ampere Dynamic, Stand 2026, ohne Gewähr). Zum Vergleich: Die Vorhaltung von Sekundärregelleistung kostete Swissgrid 2025 im Mittel rund CHF 70'000 pro MW (ElCom).

**Welche Mindestgrösse braucht eine Anlage für den Regelenergiemarkt?**

Swissgrid verlangt für Primärregelleistung ein Mindestgebot von 1 MW, für Tertiärregelleistung ab Mitte 2026 ebenfalls 1 MW und für Sekundärregelleistung 5 MW bis Mitte 2027 (Swissgrid Balancing Roadmap). Ein einzelner Gewerbespeicher mit 90 bis 783 kWh erreicht das nicht. Deshalb bündelt ein Poolbetreiber viele Anlagen zu einer virtuellen Einheit, übernimmt Anmeldung und Ausschreibungen und verteilt die Erlöse auf die Teilnehmer.
