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Glossar

Ausgleichsenergie

Auch bekannt als: Ausgleichsenergiepreis, Bilanzabweichung, Imbalance Energy

Ausgleichsenergie ist die Differenz zwischen dem angemeldeten Fahrplan einer Bilanzgruppe und ihrem tatsächlichen Verbrauch oder ihrer tatsächlichen Einspeisung in jedem Abrechnungsintervall. Swissgrid gleicht diese Abweichung mit Regelenergie aus und verrechnet sie dem Bilanzgruppenverantwortlichen zu einem Ausgleichsenergiepreis, der sich an den Kosten der abgerufenen Regelenergie orientiert. Die schwankende PV-Produktion von Prosumern ist eine der Hauptursachen für Prognosefehler; sie trieb 2024 die Abrufpreise für Sekundärregelenergie (Swissgrid Balancing Roadmap).

Die Kette ist einfach: Elektrizitätswerke kaufen Energie nach eigener Prognose, erneuerbare Erzeugung verursacht Prognosefehler, Prognosefehler bedeuten Ausgleichsenergie, und Ausgleichsenergie wird mit Regelenergie bereitgestellt. Wer als Bilanzgruppe schlecht prognostiziert, zahlt die Regelenergie, die Swissgrid für ihn abrufen musste.

Das erklärt, warum die Rückspeisung von PV-Strom künftig Kosten verursachen kann: Ein Elektrizitätswerk, das unerwartete Einspeisung ausgleichen muss, gibt diese Kosten weiter. Und es erklärt, warum die abgerufene Regelenergie von rund 700 GWh im Jahr 2020 auf rund 1’160 GWh im Jahr 2025 gestiegen ist (ElCom).

Batteriespeicher stehen auf der anderen Seite dieser Rechnung: Sie liefern die Sekundärregelleistung, mit der Swissgrid die Abweichungen ausgleicht, und werden dafür vergütet. Der Fachartikel Regelenergie mit Batteriespeicher zeigt, was der Markt 2025 zahlte.