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Glossar

Sekundärregelleistung (SRL)

Auch bekannt als: SRL, SRE, Sekundärregelenergie, aFRR, SRL+ / SRL-

Sekundärregelleistung (SRL) ist die zweite Stufe der Regelleistung: Sie löst die Primärregelleistung ab und gleicht ein Ungleichgewicht im Schweizer Stromnetz innerhalb von 5 Minuten vollständig aus, automatisch gesteuert durch Swissgrid. 2025 hielt Swissgrid im Jahresmittel rund 360 MW in beide Richtungen vor. Die Vorhaltung kostete im Mittel rund CHF 70'000 pro MW und Jahr, der Abruf als Sekundärregelenergie wurde mit 334 EUR/MWh positiv und 208 EUR/MWh negativ vergütet (ElCom). Das Mindestgebot beträgt 5 MW bis Mitte 2027.

Swissgrid unterscheidet bei der Sekundärregelleistung zwischen Vorhaltung (SRL+ und SRL-) und Abruf (SRE+ und SRE-). Die Vorhaltung wird pro MW und Zeitraum vergütet, unabhängig davon, ob ein Abruf stattfindet. Der Abruf wird pro MWh bezahlt und unterliegt seit dem 3. März 2025 einer Preisobergrenze von 1’000 EUR/MWh, verlängert bis Ende 2026 (ElCom).

Die Preise schwanken stark. 2023 kostete die Vorhaltung in der Spitze rund CHF 527’000 pro MW, getrieben durch die Energiekrise und eine hohe Marktkonzentration; 2024 waren es rund CHF 85’000, 2025 rund CHF 70’000 (ElCom). Die Abrufpreise stiegen 2024 dagegen, weil Prognosefehler der PV-Einspeisung in den Bilanzgruppen mehr Ausgleichsenergie verursachten.

Für Batteriespeicher ist SRL der wirtschaftlich wichtigste Regelenergiemarkt. Ampere Dynamic rechnet bei kombinierter Vermarktung mit bis zu CHF 150’000 pro MW und Jahr (Modellrechnung Ampere Dynamic, Stand 2026, ohne Gewähr); der externe Anker ist die ElCom-Vorhaltung von rund CHF 70’000 pro MW. Wie das Pooling funktioniert, erklärt der Fachartikel Regelenergie mit Batteriespeicher, die Vermarktung ist Teil der Lösung Energievermarktung.