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Glossar

Tertiärregelleistung (TRL)

Auch bekannt als: TRL, TRE, Tertiärregelenergie, Minutenreserve, mFRR

Tertiärregelleistung (TRL) ist die dritte Stufe der Regelleistung: Swissgrid ruft sie manuell ab, wenn ein Ungleichgewicht im Schweizer Stromnetz länger als 15 Minuten anhält, und entlastet damit die Sekundärregelleistung. 2025 beschaffte Swissgrid im Jahresmittel rund 500 MW positive und rund 430 MW negative Tertiärregelleistung (ElCom). Das Mindestgebot sinkt ab Mitte 2026 auf 1 MW (Swissgrid Balancing Roadmap). Über ein Pooling können auch PV-Anlagen ohne Speicher in diesem Markt Leistung anbieten.

Wie bei der Sekundärregelleistung trennt Swissgrid Vorhaltung (TRL+ und TRL-) und Abruf (TRE+ und TRE-). Der Abruf erfolgt nicht automatisch über die Netzfrequenz, sondern durch die Disponenten von Swissgrid, wenn ein Ungleichgewicht länger anhält. Das Wachstum der aktivierten Regelenergie von rund 700 GWh im Jahr 2020 auf rund 1’160 GWh im Jahr 2025 fand vor allem bei der Tertiärregelenergie statt (ElCom).

Für Betriebe mit PV-Anlage ist die Tertiärregelleistung der Einstieg in den Regelenergiemarkt ohne Speicher: Ein Modem in der Stromverteilung bindet die Anlage an einen Pool an, der bei Abruf die Einspeisung drosselt. Ampere Dynamic rechnet dafür mit bis zu CHF 15’000 pro MW und Jahr (Modellrechnung Ampere Dynamic, Stand 2026, ohne Gewähr); zum Vergleich kostete die Vorhaltung von Sekundärregelleistung Swissgrid 2025 im Mittel rund CHF 70’000 pro MW (ElCom).

Den Ablauf vom Poolingvertrag bis zur Anmeldung beschreibt der Fachartikel Regelenergie mit Batteriespeicher. Der Marktzugang läuft über ein Pooling im Rahmen unserer Energievermarktung.