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Glossar

Pooling

Auch bekannt als: Poolingvertrag, Regelenergie-Pool, Virtuelles Kraftwerk

Pooling bezeichnet die Bündelung mehrerer Anlagen, etwa PV-Anlagen, Batteriespeicher oder steuerbare Lasten, zu einer virtuellen Einheit, die gemeinsam am Regelenergiemarkt von Swissgrid teilnimmt. Der Poolbetreiber übernimmt Anmeldung, Ausschreibungen und Steuerung; die einzelnen Anlagen werden über ein Modem angebunden. Pooling macht den Markt für Anlagen zugänglich, die das Mindestgebot von 1 MW (Primär- und ab Mitte 2026 Tertiärregelleistung) oder 5 MW (Sekundärregelleistung) allein nicht erreichen. Grundlage ist ein Poolingvertrag zwischen Anlagenbesitzer und Poolbetreiber.

Ein Gewerbespeicher mit 90 bis 783 kWh, wie ihn die Standortstudien von Ampere Dynamic typischerweise dimensionieren, liegt weit unter den Mindestgeboten von Swissgrid. Erst der Pool bringt die Leistung zusammen, die für eine Ausschreibung nötig ist, und verteilt die Erlöse aus Vorhaltung und Abruf auf die Teilnehmer.

Für PV-Anlagen ohne Speicher ist der Pool der einzige Weg in den Markt für Tertiärregelleistung: Ein Modem in der Stromverteilung verbindet die Anlage mit dem Pool, der bei Abruf die Einspeisung drosselt. Für Batteriespeicher öffnet der Pool die Sekundärregelleistung, gesteuert durch das Energiemanagementsystem, das die Vorhaltung mit Peak Shaving und Eigenverbrauch abstimmt.

Ampere Dynamic betreibt das Pooling im Rahmen der Energievermarktung: Registrierung der Anlage, Teilnahme an den Ausschreibungen und Betreuung im Betrieb. Den Ablauf in fünf Schritten und die Erlöspotenziale beschreibt der Fachartikel Regelenergie mit Batteriespeicher.