Glossar
Netzebene
Auch bekannt als: Netzebenen, Spannungsebene
Die Netzebene bezeichnet eine der sieben Stufen, in die das Schweizer Stromnetz von der Höchstspannung des Übertragungsnetzes (Netzebene 1) bis zur Niederspannung beim Endverbraucher (Netzebene 7) gegliedert ist. Die ungeraden Ebenen 1, 3, 5 und 7 sind Spannungsebenen, die geraden Ebenen 2, 4 und 6 die Transformationsstufen dazwischen. Für Eigenverbrauchsmodelle zählt die Netzebene, weil eine LEG nur Ebenen bis 36 kV nutzen darf, in der Praxis die Netzebenen 5 und 7.
Strom fliesst in der Schweiz vom Übertragungsnetz über mehrere Transformationsstufen zum Endverbraucher. Netzebene 1 ist das Übertragungsnetz auf Höchstspannung (380 und 220 kV), Netzebene 3 das Hochspannungsnetz (36 bis 150 kV), Netzebene 5 das Mittelspannungsnetz (1 bis 36 kV) und Netzebene 7 das Niederspannungsnetz unter 1 kV, an dem Gebäude und Gewerbebetriebe hängen (Einteilung gemäss Swissgrid). Die Netzebenen 2, 4 und 6 sind keine Leitungen, sondern die Transformatoren zwischen den Spannungsebenen.
Für Gewerbe und Industrie sind zwei Ebenen relevant. Netzebene 7 ist die Niederspannungsebene unter 1 kV; auf ihr darf ein vZEV die Anschlussleitung und die lokale Infrastruktur beim Netzanschlusspunkt nutzen (Art. 14 Abs. 3 EnV). Netzebene 5 ist die Mittelspannung, an der grössere Betriebe mit eigener Trafostation angeschlossen sind.
Die LEG macht die Netzebene zum Zulassungskriterium: Alle Mitglieder liegen auf derselben Netzebene, und die Gemeinschaft darf nur Ebenen bis 36 kV nutzen, ohne Austausch über höhere Ebenen (Art. 17d Abs. 2 StromVG, Art. 19e Abs. 3 StromVV). Gemäss BFE sind das die Netzebenen 5 und 7. Auch der Abschlag auf das Netzentgelt hängt daran: 40 Prozent, wenn der Strom ohne Spannungstransformation von jeder Anlage zu jedem Endverbraucher fliesst, 20 Prozent, wenn er dafür eine Transformationsstufe passieren muss (Art. 19h Abs. 1 und 3 StromVV).
Welches Modell zu welcher Anschlusssituation passt: ZEV, vZEV oder LEG: welches Modell passt zu Ihrem Standort.