Glossar
Systemdienstleistungen (SDL)
Auch bekannt als: SDL, Systemdienstleistung, Ancillary Services
Systemdienstleistungen (SDL) sind die Leistungen, die Swissgrid als Übertragungsnetzbetreiberin einkauft, um das Schweizer Stromnetz sicher zu betreiben: Regelleistung in drei Stufen (Primär-, Sekundär- und Tertiärregelleistung), Spannungshaltung, Schwarzstartfähigkeit und die Bereitstellung von Ausgleichsenergie. Die Kosten werden über den SDL-Tarif auf die Endverbraucher umgelegt. Für Betreiber von Batteriespeichern ist SDL die Sammelbezeichnung für Erlöse aus dem Regelenergiemarkt, die in Standortstudien neben Peak Shaving und Eigenverbrauchsoptimierung als dritter Ertragshebel geprüft werden.
Den grössten Anteil der Systemdienstleistungen macht die Regelenergie aus. Swissgrid beschafft sie in Ausschreibungen und hielt 2025 im Jahresmittel rund 70 MW Primärregelleistung, rund 360 MW Sekundärregelleistung und rund 500 MW Tertiärregelleistung vor (ElCom).
In den Standortstudien von Ampere Dynamic steht SDL für die Erlöse aus dieser Vermarktung. Die Auswertung von 29 Standortstudien, Stand 2026, zeigt: Speicher mit SDL als Hauptanwendung und Eigenverbrauch als Nebenanwendung erreichen einen mittleren IRR von 17.3% bei 5.5 Jahren Payback, gegenüber 14.5% und 6.6 Jahren bei umgekehrter Priorität. Die Kombination mit Peak Shaving und Eigenverbrauch macht den Unterschied.
Was der Markt 2025 zahlte und wie der Einstieg über ein Pooling funktioniert, erklärt der Fachartikel Regelenergie mit Batteriespeicher.